Wasser zu Wein

Durch Jesus haben wir unbeschränkten Zugang zum Reich Gottes.

Im 2. Kapitel des Johannes-Evangeliums wird folgendes beschrieben:

Das Hochzeitsfest ist in vollem Gange, aber der Wein geht aus. Zu einem rauschenden Fest gehört Wein einfach dazu, das scheint auch Jesus so zu sehen. Was ist ein Hochzeitsfest ohne Wein? Eine freudlose, sachliche Angelegenheit. Eine glanzlose, unemotionale und unromantische Sache. Das beschreibt den geistlichen Zustand der Beziehung zwischen Menschen und Gott in dieser Zeit. 

Seit der Vertreibung aus dem Paradies waren die Menschen von Gott getrennt. Ohne Heiligen Geist waren sie auf Propheten und Seher angewiesen, die in seltenen Momenten einen kurzen Kontakt herstellten. Die Freude und Herrlichkeit des Paradieses ist längst vergessen, die Last der Rituale und Gesetzesvorschriften nimmt alles Schöne und Freudvolle aus der Gottesbeziehung heraus. 

Und dann kommt Jesus und verwandelt ca 600 l Wasser in den besten Wein. Aus der mühevollen, freudlosen Gottesbeziehung wird auf ein Mal ein Überfluss, der den Küchenchef sprachlos macht. Die Menge reicht nicht nur für dieses Fest, sondern für viele weitere, quasi ein unbegrenzter Vorrat.

Das ist das erste Wunder, das Jesus vollbringt. Das Wunder zeigt: Durch Jesu Kommen ist die Zeit der mühevollen Beziehung zu Gott vorbei. Gott ist leicht erreichbar und unbegrenzt verfügbar. Durch den Geist in uns können wir  Gottes Gedanken denken und handeln wie er. Es gibt von Gottes Seite keine Limits mehr für die Tiefe, Breite und Höhe unserer Beziehung zu ihm. Die einzige Begrenzung liegt in unserem Selbstbild und dem was wir über Gott glauben.

Jesus ist bei dieser Hochzeitsfeier Gast, aber er ist  als Bräutigam für alle Christen in die Welt gekommen. Auch wir, die wir zu Jesus gehören, werden einst ein Hochzeitsfest mit ihm feiern. Sein Kommen hat die Tür geöffnet für eine permanente, unbehinderte Beziehung zu ihm. Wir brauchen keinen Mittler, keine Rituale, nicht einmal ein Kirchengebäude, um diese Beziehung zu leben. Der Heilige Geist in uns macht es uns möglich, unbeschränkt ohne Volumenbegrenzung online zu sein. Die Trennung ist aufgehoben! Das Ziel ist die vollkommene Vereinigung bei der Hochzeit des Lammes. Da werden wir den Wein zusammen mit Jesus trinken.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest

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Die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit

Das Gegenteil von Anarchie und Herrschaft des Bösen ist Ordnung und Recht. Wir müssen nicht zusehen, wie unser Land von dieser geheimen Kraft unterwandert wird.

Korinther 14,33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. 

 Wenn man einmal Unordnung und Gesetzlosigkeit gleichsetzt und dann kritisch beurteilt, wie in Deutschland mit Gesetzen umgegangen wird, dann ergibt das eine niederschmetternde Erkenntnis: Die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit hat schon ziemlich um sich gegriffen.

Die Grenzöffnung 2015 war ein Verstoß gegen unsere Gesetze. Das Außer-Kraft Setzen von Grenzkontrollen und Personenkontrollen erfüllt den Tatbestand der Gesetzlosigkeit. Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist eine Praxis, die dem Euro-Staatsvertrag fundamental widerspricht. Asylbewerber abzulehnen und sie dann nicht auszuweisen bedeutet, die eigenen Gesetze nicht durchzusetzen = Gesetzlosigkeit. Es gäbe noch viele weitere aktuelle Beispiele.

Der Begriff „Die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit“ wird in 2. Thessalonicher 2,7 benutzt. Hier wird beschrieben, wie diese Kraft das Kommen des Antichristen vorbereitet. Bisher wirkt diese Kraft noch im Verborgenen – bis zu dem Tag, an dem „der Gesetzlose offen hervortreten“ wird. Das ist die Zeit in der wir leben. Und was können wir als Christen dagegen tun?

Zunächst einmal: Das ist kein Phänomen, das auf Deutschland beschränkt ist. Das ist eine weltweite Entwicklung. Aber nicht überall wird die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit es schaffen, sich durchzusetzen. Es wird am Ende unseres Zeitalters ein Gericht geben, bei dem beurteilt wird, ob eine Nation es geschafft hat zu widerstehen oder nicht:

Matthäus 25,33-34 Die Schafe wird er rechts von sich aufstellen, die Ziegen links.

34 Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ‚Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt das Reich in Besitz, das von Anfang der Welt an für euch geschaffen worden ist!

Wir können dafür beten, dass Deutschland eine Schaf-Nation sein wird. Wir können darum beten, dass die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit aus ihrer Verborgenheit ans Licht kommt und so entlarvt wird. Wir können uns von jeder Gesetzlosigkeit fernhalten und sie anprangern wo immer wir sie sehen. Es liegt vor allem an uns Christen, wie das Schicksal unseres Landes am Ende der Zeit sein wird, denn wir wissen, dass es eine unsichtbare Welt gibt, in der ein Kampf tobt. Und wir haben geistliche Waffen, um diesen Kampf für uns zu entscheiden. Welcher Politiker weiß das schon?

Wenn Du mehr Anleitung zu so einem Gebet haben willst, dann schreibe mir:  kay@life-school.eu

Hier noch ein Link zu einem Vortrag von mir in Life School über das Thema „Evolution in Deinem Kopf“

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In eigener Sache: Life School

Lieber Leser,

meine Hauptbeschäftigung ist der Aufbau einer neuen Bibelschule in Deutschland. Zusammen mit meiner Frau Christa und einem Team von Gleichgesinnten haben wir im letzten Oktober das erste Bibelschuljahr angefangen. An diesem Wochenende starten wir einen neuen Jahrgang.

Durch die Artikel dieses Blogs weißt Du ja schon Einiges darüber, wie Gott sich mir offenbart. Ich beschränke mich bei den Blogs ja immer auf ca. 400 Worte, aber diese Beschränkung geht natürlich zu Lasten der Tiefe. Wenn Du also mehr in die Tiefe gehen willst, dann kann ich Dir nur empfehlen unsere Bibelschule zu besuchen.

Wie das funktioniert?

  • Zwei Video-Lehreinheiten pro Woche bei Dir zuhause. Start: 12. März 2018
  • Treffen an einem Samstag, einmal im Monat in Life School in Kenzingen. Erstes Treffen ist am 24. März 2018. Wenn Du zu weit weg wohnst um regelmäßig daran Teil zu nehmen kannst Du per Livestream dabei sein.
  • Tägliche „gemeinsame“ Bibellese, jeder für sich zuhause.

Egal wo Du wohnst – an der Nordseeküste oder auf Mallorca – Du kannst dabei sein!

Ich bin davon überzeugt, dass wir gerade den Beginn der Endzeit erleben. Wie es genau sein wird weiß keiner. Aber wie es auch immer kommt – wir müssen vorbereitet sein.  Diese Vorbereitung hat wenig mit theoretischem Wissen zu tun, sondern ganz viel mit der tiefen, intimen Beziehung zu Jesus. Genau das ist das übergreifende Thema bei Life School, daher auch unser Untertitel „Bibelschule für eine Zeit wie diese“.

Auf der Webseite www.life-school.eu gibt es eine detaillierte Beschreibung der Lehrinhalte, das Anmeldeformular sowie eine Mediathek mit Lehr- und Konferenzvideos.

Wenn Du jemanden kennst, für den diese Information wichtig sein könnte, dann leite diesen Blog bitte weiter. 

Info-Treffen in Kenzingen am Samstag, 10. März von 11-13 Uhr.

 

Life School, Kenzingen

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Lieber Heroin geben

Die Technologie, die uns im Alltag zur Verfügung steht, führt bei vielen zu der überheblichen Annahme, dass die heute lebenden Menschen intelligenter als unsere „primitiven“ Vorfahren sind.

Die Annahme, dass Menschen früher weniger intelligent waren, ist ein Resultat des Menschenbildes der Evolution. Die Evolution geht ja davon aus, dass sich Systeme und Lebewesen von ganz alleine und durch Zufall immer höher entwickeln. Diesen Prozess kann man zwar nirgendwo auf der Erde beobachten, aber diese Hypothese ist die Grundlage des Glaubenssystems der Evolution.

In Ägypten wurden ca. 5000 Jahre alte Schwerter gefunden, die offenbar Pharaonen gehört haben. Sie sind aus Stahl gemacht, der eindeutig von Meteoriten stammen muss. Dieser Stahl ist besonders hart, viel besser als jeder Stahl, den man auf der Erde gewinnen kann. Die Menschen haben damals also bereits den Unterschied festgestellt und ihn gezielt  gesucht, um besonders hochwertige Waffen herzustellen.

In Israel war und ist es Tradition, dass Kinder bis zum 13. Lebensjahr die Tora – also die 5 Bücher Mose – komplett auswendig können. Und zwar nicht nur gerade so dass sie die Tora rezitieren können, sondern sie wissen auf einen zitierten Vers den folgenden oder den vorherigen. Sie lernen ab dem 3. Lebensjahr zu lesen, und sie werden angehalten, mehrere Stunden täglich die Tora zu lernen. Dazu werden Methoden verwendet, die den ganzen Körper miteinbeziehen und in Gruppen interaktiv angewendet werden. Unsere moderne Pädagogik kommt so langsam auch dahinter, dass man durch Frontalunterricht nicht so viel erreicht wie durch sofortiges, aktives Anwenden von eben gerade Gelerntem.

Ich stelle mir den Aufschrei vor, wenn ich von einer Klasse handysüchtiger Teenager verlangen würde, auch nur das erste Kapitel der Bibel mit 31 Versen auswendig zu lernen. Die empörten Eltern würden über mich herfallen und sich über die unmenschlichen Anforderungen an ihre zartbesaiteten Kinder beschweren. Vom Thema mal ganz abgesehen.

Handysüchtig? Ja, das habe ich ganz bewusst geschrieben. Viele Eltern merken sehr bald, dass ihre kleinen Kinder sofort Ruhe geben, wenn sie ihnen ihr Handy zum daddeln oder Filmchen anschauen geben. Wenn das täglich geschieht, dann passiert im Gehirn der Kinder dasselbe als wenn sie ihnen Heroin geben würden – in der Studie wird Heroin sogar als weniger gefährlich bewertetAuch bei Jugendlichen kann man beobachten, dass sie sogar bei schönen Aktivitäten andauernd auf ihr Handy schauen, ob eine neue Nachricht eingegangen ist. Das ist ein klares Anzeichen von Suchtverhalten.

Meine Überzeugung ist, dass die Menschen am Anfang der Schöpfung mindestens genau so intelligent waren wir wir heute. Meine Befürchtung ist, dass wir in einem Prozess der rapiden, globalen Degeneration sind. Es wächst eine Generation heran, die sich nur noch drei Sekunden am Stück konzentrieren kann und eine Frustrationstoleranz von 0,0 hat.

Steve Jobs, Gründer von Apple, wußte um die Gefahren des Medienkonsums. Er hat seinen Kindern das iPad verboten.

 

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ROI: Return on Investment

In der Bibel wird versprochen, dass finanzielle Saat 30,60 und 100fach zu Lebzeiten zum Geber zurück kommt (Matthäus 19,29). Wir erleben das so selten weil unsere Motivation beim Geben nicht stimmt.

Stellt Dir vor, Du gibst 1 €.

  • Hundertfach bedeutet: pro 1 € bekomme ich 100 € zurück
  • Pro 10.000 € bekomme ich 1 Mio. zurück.

Wie viel hast du bisher in deinem Leben gegeben? Im Laufe der Jahre kommen da leicht viele Tausend €uro zusammen. Viele von uns Christen, die regelmäßig geben, müssten demnach einfache oder mehrfache Millionäre sein. Aber ich kenne keinen – und ich bin auch keiner! Stimmt es also nicht, was in der Bibel steht?

Wir geben aus verschiedenen Motivationen:

  • Aus Schuldgefühl, weil der Pastor aus Malachi 3 gepredigt hat, dass Du Gott betrügst, wenn Du nicht den ganzen Zehnten gibst. Dieses Geld wird keine Multiplikation erfahren!
  • Aus Mitgefühl, weil die Gemeinde oder das Werk an das Du spendest vom finanziellen Ruin bedroht ist. Das ist nett von Dir, aber das ist dann ein Almosen, und die werden nur einfach erstattet und nicht multipliziert. (Sprüche 19,70)
  • Aus Treue und Pflichtbewusstsein
  • Großzügigkeit

Gott knüpft an das Versprechen der Multiplikation eine Bedingung:

2. Korinther 9,7 (übersetzt aus der Passion Translation) Lass es aus deinem Herzen fließen, nicht aus einem Gefühl der religiösen Pflicht. Lass es frei aus der Freude des Gebens entstehen – denn Gott liebt übermütige Großzügigkeit!

Unsere Herzenshaltung  beim Geben entscheidet darüber, ob wir Multiplikation erfahren werden oder nicht.

Wir sollten wissen, welche Art von ROI  – oder Segen – wir für die vier Arten des Gebens erwarten können:

  1. Zehnter: Gott schützt uns vor dem Fresser
  2. Almosen: 1:1
  3. Erstlinge: großer Segen, nicht genau beziffert
  4. Saat: 1:30, 1:60, 1:100

Auf Grund von dieser Information kannst Du Deinen „Anlagenplan“ entwerfen. Es funktioniert aber nicht wie an der Börse, wo man etwas gibt um zurück zu bekommen. Im Moment des Gebens dürfen wir nicht auf den möglichen Gewinn spekulieren, sondern es ohne jede Erwartung von Profit einfach loslassen.

Wenn man Saat in den Boden bringt ist die Ernte nicht gleich am nächsten Tag da. Geduld gehört also auch dazu!

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Wo stehen wir?

Der Jahreswechsel ist ein guter Moment, um einmal inne zu halten und zu analysieren, in welcher Phase der Geschichte wir uns eigentlich befinden.

Erst mal ganz grob gesagt: Die Bibel beschreibt die ersten 2000 Jahre ohne Gesetz, dann 2000 Jahre mit Gesetz, dann kam Jesus und hat das Gesetz für uns erfüll t, und wir leben nun seit 2000 Jahren im Zeitalter der Gnade. Und egal, wie man die Schilderung der Bibel interpretiert, eins ist klar: Dieses jetzige Zeitalter geht auch zu Ende. Wir sind ganz bestimmt nicht am Anfang und längst nicht mehr in der Mitte dieses Zeitalters.

Vor dieser Realität verschließen fast alle Menschen, egal ob Christen oder nicht, die Augen. Aber: Das Leben auf der Erde wie wir es heute kennen wird nicht endlos weiter gehen! Allein diese Aussage müsste Anlass sein, in der Bibel zu forschen und zu schauen, was denn eigentlich über das Ende unserer Zeit drinsteht.

Und es steht sehr viel drüber in der Bibel. Aber ist es glaubwürdig? Hier eine kleine Kostprobe von der prophetischen Glaubwürdigkeit der Bibel:

Micha 3:12: Darum soll um euretwillen Zion wie ein Feld gepflügt und Jerusalem zu einem Steinhaufen werden und der Tempelberg zu einem bewaldeten Hügel!

Diese Prophetie stammt von 730 v. Chr. und wurde Realität um 70 n. Chr. Das ist als historische Tatsache belegt. Oder:

Hesekiel 34:13: Ich führe sie aus den Völkern heraus, hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihre Heimat zurück. Auf den Bergen Israels, in den Talgründen und an allen bewohnten Plätzen werde ich sie weiden lassen.

580 v Chr prophezeite Hesekiel, dass die Juden nach der Diaspora wieder in einem Land zusammen leben werden. Das traf 1948 ein! Zwischen Prophetie und Erfüllung lagen nur mal locker 2500 Jahre. Anfang des 20. Jahrhunderts hat man das bestimmt nicht geglaubt…

Wenn die Bibel also sagt, dass unser Zeitalter zu Ende geht nehme ich das sehr ernst und beschäftige mich damit. Ich weiß nicht wann das passiert, und die Bibel macht es immer wieder deutlich, dass kein Mensch das wissen kann. Leider gibt es immer wieder Spinner, die ein bestimmtes Datum für das Ende unseres Zeitalters voraussagen. Diese Irrlichter bewirken tragischer Weise, dass die Masse abstumpft und gar nicht mehr glaubt, dass unsere Zeit zu Ende gehen könnte. Das ist aber ein falscher Rückschluss!

Wir leben heute am Ende des Kirchenzeitalters. Und mit dem Ende kommen gewaltige Umbrüche auf die Erde. Manches davon wird schrecklich sein, aber manches auch von grandioser Schönheit! 

Ich wünsche Allen ein gesegnetes neues Jahr!

 

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Meine persönliche Reformation

Die Reformation bezeichnet einen Prozess, den es im Glaubensleben von jedem Menschen geben sollte.

Martin Luther hat die Bibel gelesen und dabei eine Offenbarung gehabt. Er war in der Lage, die hebräischen und griechischen Urtexte zu lesen und zu verstehen. Aber auch er musste sich in seinem Denken von der vorherrschenden Interpretationen seiner Zeit frei machen damit er den wirklichen Sinn der Worte erfassen konnte.

Seit 5 Jahren befasse ich mich ziemlich intensiv mit der Bibel. Seitdem habe ich mein Verständnis über bestimmte Schlüsselverse der Bibel immer mehr vertieft. Manche Bibelstellen sind mir immer noch ein Rätsel, andere wiederum, die früher rätselhaft schienen, sind mir heute wie Freunde ans Herz gewachsen. Diese fortschreitende Erkenntnis geht immer weiter, und ich erwarte nicht, dass das vor meinem Tod aufhört.

Die Reformation und die 95 Thesen, die Luther heute vor 500 Jahren an den Dom von Wittenberg angeschlagen hat, sind eine Momentaufnahme. Das war Luther’s Stand der Erkenntnis zu dieser Zeit, und der war natürlich zu seiner Zeit revolutionär! Aber wir sind doch heute viel weiter. Unsere Erkenntnis von Gott ist befreit von dem Antisemitismus von Luther, und erweitert in dem vollen Erkennen von Gottes Gnade und seinem großen Plan für die Menschheit.

Die Thesen der Reformation sind nicht das, was wir heute feiern sollten. Der eigentliche Grund zu feiern ist dieser: Gott hat uns durch den Heiligen Geist die Fähigkeit gegeben, seine Natur und seine Absichten immer besser kennen zu lernen und uns seinem Denken immer mehr anzupassen. Das ist eine permanente, persönliche Reformation.

Was ich an Luther am meisten bewundere ist, dass er in der Lage war, eigenständig und unbeeinflusst vom Zeitgeist zu denken. Das erfordert immer eine kritische Distanz zu der eigenen Umwelt. Unser heutiges Umfeld übt zunehmend Druck aus, christliche Inhalte zu verstecken und sich dem Mainstream der kompromissverseuchten Toleranz anzuschliessen. Da wird es nicht leichter, die Wahrheit der Bibel zu erforschen und zu formulieren.

Ich will Dich ermutigen, den heutigen Reformationstag als Anlass zu nehmen, Dich einmal zu fragen: Was glaube ich eigentlich über Jesus, Gott, die Bibel? Habe ich meine Glaubenssätze blind übernommen oder sind sie aus einer eigenen Offenbarung entsprungen? Kann ich mich frei machen von den meinungsbildenden Aussagen meines Pastors, des Fernsehens oder des christlichen Magazins, das ich abonniert habe?

Und dann schlage ich vor, dass wir gemeinsam beten:

Kolosser 1,9Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis,  um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes,

Dauergebet im Sacré Coeur, Paris

 

 

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Kurskorrektur



Das Erlösungswerk von Jesus ist nicht der Zweck der Schöpfung, sondern ein Mittel, um Gottes eigentlichen Plan nach dem Absturz durch den Sündenfall wieder auf Kurs zu bringen.

Ich habe früher unbewusst den Tod von Jesus und damit den rechtsverbindlichen Freikauf aus der Sklaverei der Sünde in den Mittelpunkt von Gottes Wirken gesetzt. Früher habe ich so gedacht:

Gott hat Adam sündigen lassen damit er uns dann auf wunderbare Weise erlösen kann. Dass Adam gesündigt hat ist Teil von Gottes Plan gewesen damit Jesus dann unser Retter werden kann.  Das ist aber nicht so gewesen! Denn Adam hätte nicht – verführt von der Schlange –  vom Baum der Erkenntnis essen müssen. Kein Mensch ist eine Marionette von Gott – auch nicht Adam. Er hätte auch vom Baum des Lebens essen können, dann wäre alles ganz anders gekommen!

Jedenfalls war für mich das zentrale Thema des Christentums Schöpfung, Fall und Wiederherstellung. Oder anders ausgedrückt: Mein Verhältnis zu Jesus wurde bestimmt von der Dankbarkeit für die Reparatur.

Mittlerweile fange ich an zu verstehen, dass das nur ein Ausschnitt aus dem übergreifenden Plan Gottes ist.  Für Gott sind wir die Braut, die sich auf die Hochzeit vorbereitet (Offenbarung 19:7). Und Hochzeit ist eine Liebesbeziehung auf Augenhöhe, das ist etwas ganz anderes als Dankbarkeit. Eine Ehe, die aus Dankbarkeit und ohne Liebe eingegangen wird, steht auf keiner guten Basis!

Gottes ursprünglicher Plan war immer schon, dass wir als Leib seines Sohnes ihn auf der ganzen Erde repräsentieren. Als er in der Schöpfungsgeschichte den Auftrag gab, sich zu vermehren und die Erde zu füllen war seine Absicht natürlich, die Erde mit Repräsentanten seiner Herrlichkeit zu füllen, damit seine Herrlichkeit den letzten Winkel ausfüllen möge. Und dieser Plan besteht noch immer!

Ich muss zugeben, dass ich das aus den Augen verloren habe, weil mich die Erlösung, die ich selber erfahren habe, überwältigt hatte. Aber es gibt darüber hinaus noch so viel mehr! Gottes Plan war schon immer, dass die Menschheit zur vollen Reife heranwächst, Jesus ähnlich, und dass wir mit ihm zusammen über diese Erde herrschen. Der Fall, Jesu Tod am Kreuz, seine Auferstehung und die Möglichkeit für unsere individuelle Wiederherstellung war nur eine Etappe auf dem Weg zu diesem eigentlichen Ziel – und kein Selbstzweck.


Diese Erkenntnis hat in meinem Gehirn ein paar neue Synapsen gebildet. Wenn Du auch ein paar davon wachsen lassen willst, dann habe ich einen Tipp für Dich:

Im Oktober sind zwei Pastoren aus Atlanta, USA, bei unserer Life School zu Gast, die ausführlich über dieses Thema sprechen werden. Es sind Vater und Sohn, Ken und Bryan Kessler, die sich seit langem mit diesem Thema beschäftigen. Hier ein 3minütiges Video über die Veranstaltung.

 

 

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Bereit für die Endzeit?

Wir leben im Zeitalter der Gnade. Dieses Zeitalter geht zu Ende, und wir leben bereits in der beginnenden Endzeit, an deren Ende das aufgeschobene Urteil vollstreckt wird. Wie bereiten wir uns darauf vor?

Gott ist gerecht. Zum Wesen der Gerechtigkeit gehört, dass Fehlverhalten bestraft wird. Nun gibt es viel Ungerechtigkeit in der Welt, aber wir erleben nicht, dass Gott eingreift. Obwohl er uns ganz klar sagt:

Römer 12:19 Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde, sondern überlasst die Rache dem Zorn ´Gottes`. Denn es heißt in der Schrift: »´Das Unrecht` zu rächen ist meine Sache, sagt der Herr; ich werde Vergeltung üben.«

Das ist so, weil das Urteil aufgeschoben ist. Seit Jesus gekommen ist hat Gott das Urteil quasi zur Bewährung ausgesetzt, bis zum Ende der Zeit.  Erst hier wird abgerechnet. Wer es bis zum Ende dieser Zeit nicht geschafft hat, Jesus als Herrn anzuerkennen, der wird gerichtet.

Jesaja 2:12 Denn Jahwe, der allmächtige Gott, hat einen Tag vorgesehen,  an dem er alles erniedrigen wird,  alles, was groß, stolz und überheblich ist,

Da hört man schon manche sagen: „Das ist aber unfair! Gott ist also doch böse, weil er die Menschen bestraft, die sich nicht zu ihm bekannt haben. Gott ist homophob!“ Am Ende der Zeit wird der Unterschied sichtbar. Unser Leben ist die Bühne, auf der jeder sich entscheiden muss, wohin er gehen will. Jeder bekommt genügend Hinweise und Chancen.

Aber wie macht man sich bereit? Die Antwort ist überraschend einfach:  Wie eine Braut auf die Hochzeit. Man fokussiert sich auf den Bräutigam, man versucht, ihn besser kennen und verstehen zu lernen (Das geht übrigens nicht ohne die Bibel zu lesen). Man bekommt zwar noch mit, was um einen herum passiert, aber die Emotionen werden von dem bevorstehenden freudigen Ereignis dominiert. Man rennt nicht wie ein aufgescheuchter Hase umher, sondern konzentriert sich auf die Vorbereitungen zur Hochzeit. Die Braut versucht, so schön auszusehen wie möglich.

Was können wir tun um in den Augen von Jesus schön auszusehen?  In seinen Augen ist Vergebung, Nachsicht, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft usw schön. Gleichzeitig aber auch Klarheit, Geradlinigkeit und Unterscheidungsvermögen. Der Unterschied zum Mainstream der Gesellschaft wird schon an diesen wenigen Vokabeln sichtbar!

Mit der Masse schwimmen führt ins Verderben. Unsere Zeit erfordert eine klare Entscheidung von jedem Einzelnen. Bereit sein heißt, diese Entscheidung felsenfest und unumkehrbar für Jesus getroffen zu haben.

 

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Ehe für alle

Ehe ist die von Gott geschaffene Keimzelle für neues Leben und keine gesellschaftliche Institution. Deswegen ist eine „Ehe für alle“ zwischen Menschen gleichen Geschlechts keine Ehe!

Das Hinterhältige an dem eingängigen Begriff „Ehe für alle“ ist, dass man als erstes denkt: na klar, jeder soll heiraten dürfen. Wir wollen doch keinem die Ehe verbieten! Und schon hat man übersehen, dass das eine die Bezeichnung EHE verdient, und das andere nicht. 

Bei der Schöpfung hat Gott Adam zunächst männlich und weiblich geschaffen:

1.Mose 1:27 Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, als sein Ebenbild schuf er ihn. Er schuf sie als Mann und Frau.

Zu diesem Zeitpunkt war Adam männlich und weiblich. Erst als er Eva aus der Rippe von Adam „baute“ war Adam nur noch männlich. Warum ist das wichtig? Weil es zeigt, wie sehr Mann und Frau sich gegenseitig brauchen. Im Ursprung waren sie eins, und diese Einheit soll im Eheleben wieder hergestellt werden. Das ist der Zweck der Ehe: Ein perfektes Zusammenspiel von zwei ganz unterschiedlich verkabelten Menschen. Das, was man auf den ersten Blick als Gegensatz verstehen kann ist in Wirklichkeit Ergänzung. Die Ehe ist ein Lernprozess, in dem wir verstehen und ausleben sollen, wie man den Schatz in dem anderen erkennt. Wo man  die Unterschiedlichkeit nicht als Bedrohung sondern als Bereicherung erkennt und sie sich zunutze macht. Und die Fülle dieses Reichtums dann auf die nächste Generation überträgt. Als Abbild des Schöpfers hat das Ehepaar nämlich die Aufgabe, Leben zu kreieren.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie das in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft funktionieren soll. Damit will ich nicht sagen, dass eine solche Beziehung nicht funktionieren kann, aber sie sieht zwangsläufig total anders aus. Und neues Leben kann  sie nun mal nicht hervor bringen, egal wieviel Gesetze wir noch ändern. Deswegen bezeichne ich eine solche Partnerschaft nicht als Ehe.

Mit der „Ehe für alle“ gibt es jetzt das volle Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.  Als Argument dafür wird eine Studie angeführt, nach der Kinder in gleichgeschlechtlichen Haushalten keine Auffälligkeiten aufweisen. DieseStudie aus dem Jahr 2009 wurde für eine Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegeben. Es ging damals um Sukzessivadoption (Adoption der Kinder des gleichgeschlechtlichen Partners). Die Studie wurde vom Verfassungsgericht nicht verwendet und vernichtend kritisiert.

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass eine Mutter seinem Kind etwas anderes zu geben hat als der Vater. Beides ist wichtig. Beides gehört zum Leben. In manchenEntwicklungsphasen ist die Beziehung zur Mutter wichtiger, in anderen die zum Vater. Aus eigenem Erleben weiß ich, wie es ist, wenn ein Junge bei seiner allein erziehenden Mutter lebt. Dass da was fehlt. Und das soll anders sein, wenn zwei Mütter oder Väter im Haushalt sind?

Lassen wir uns nicht schwindelig reden! Ehe ist zwischen Mann und Frau, alles andere ist Partnerschaft. Wir sind dazu übergegangen, zu sagen wir führen eine christliche Ehe, um uns zu unterscheiden.

Kay Mees, verheiratet mit Christa

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